Wurf
7-Meter-Routine
Den Strafwurf mit fester Routine verwandeln: Ecke vorher festlegen, ruhig ansetzen, platziert werfen.
10 Min Werfer und Torwart mehrere Bälle, 1 Tor ab D-Jugend
Schwierigkeit
Der 7-Meter-Wurf ist reine Kopfsache. Wer sich vorher für eine Ecke entscheidet und diese Routine unter Druck durchzieht, verwandelt zuverlässig. Diese Übung trainiert genau das: den Ablauf vom Ansetzen am Strich über den ruhigen Blick bis zum platzierten Wurf. Statt hart zu werfen, zählt die Genauigkeit in die kurze oder lange Ecke, dorthin, wo der Torwart den weitesten Weg hat. Unter leichtem Zeit- oder Wettkampfdruck geübt, überträgt sich die Sicherheit ins Spiel.
Das Übungsdiagramm
Dribbling Pass Laufweg Wurf / Schuss Hütchen
So läuft die Übung ab
- Der Werfer legt sich einen Ball am 7-Meter-Strich zurecht, der Torwart nimmt seine Grundstellung ein.
- Vor dem Wurf entscheidet sich der Werfer im Kopf fest für eine Ecke und bleibt bei dieser Entscheidung.
- Ruhig ansetzen, den Wurfarm hoch führen und ohne Ankündigung platziert in die gewählte Ecke werfen.
- Mehrere Würfe hintereinander, dabei die Ecken bewusst variieren.
- Zur Steigerung im Wettkampf werfen: Wer trifft mehr von zehn Versuchen gegen den Torwart?
Coaching-Punkte
- Die Entscheidung für die Ecke fällt vor dem Wurf und wird durchgezogen
- Genauigkeit vor Härte, die Ecke ist wichtiger als das Tempo
- Den Torwart nicht durch den Blick verraten, die Augen bleiben neutral
- Der Wurfarm wird hoch geführt, so sind alle Ecken erreichbar
Typische Fehler
- Der Werfer ändert im letzten Moment die Ecke und wirft unplatziert
- Er wirft zu hart und zu zentral, direkt in den Torwart
- Der Blick verrät die Zielecke, der Torwart ahnt den Wurf voraus
Varianten
- Ansage vorher: Der Trainer ruft die Ecke, der Schütze muss sie treffen
- Mit Ermüdung: erst zehn Liegestütze, dann werfen, das simuliert den Puls im Spiel
- Torwartduell: Werfer und Keeper sammeln über mehrere Runden Punkte