Wettbewerbe & Titel

Kreismeisterschaft

Auch: Gaumeisterschaft · Kreistitelkampf

Der Titelkampf auf Kreis- oder Gauebene, oft der erste Wettkampf im Turnerleben.

Die Kreismeisterschaft ist der Titelkampf auf der untersten Verbandsebene. Diese Ebene erscheint in der Wettkampfordnung als Turngau, Turnkreis, Kreisturnverband oder Turnverband, je nach Landesverband unter unterschiedlichem Namen. [1] Die Wettkampfordnung gilt ausdrücklich von dieser Ebene an aufwärts. [1] Die Regelungen zum Startrecht sind auch hier verbindlich. [1] Für viele Kinder ist die Kreismeisterschaft der erste Wettkampf überhaupt. [2] Weil die Übungen dort meist in mehreren Schwierigkeitsstufen ausgeschrieben werden, können unterschiedlich weit fortgeschrittene Kinder gemeinsam starten. [2] An jedem Gerät stehen dafür mehrere Übungen zur Auswahl. [2] Jedes Kind wählt die Übung, die es sicher beherrscht. [2] Die Hürde für eine Teilnahme bleibt dadurch niedrig. [2] Die Wege sind zudem kurz. [3]

Die Übungen

Ausgeschrieben wird in Stufen. Ein Kreisturnverband schreibt für sein Kinderturnfest an jedem Gerät fünf Übungen unterschiedlicher Schwierigkeit aus. [2] Am Boden reicht die Spannbreite von einer Verbindung aus Rolle vorwärts und Strecksprung bis zu Rondat und Strecksprung. [2] Am Sprung geht sie vom Strecksprung vom Sprungbrett bis zu Sprüngen über den Kasten längs und quer. [2] Die Übungsbeschreibungen nennen jeden Bewegungsteil einzeln. [2] Damit ist für alle klar, was verlangt wird. [2] Auch die Bewertung wird dadurch nachvollziehbar. [2]

Die Kampfrichter

Gewertet wird von Kampfrichtern der unteren Lizenzstufen. Die unterste Lizenz wird vom Turngau erteilt, umfasst 18 Lerneinheiten und hat die Pflichtstufen zum Inhalt. [3] Das Mindestalter beträgt 14 Jahre, der aktive Einsatz ist ab Vollendung dieses Lebensjahres erlaubt. [3] Prüfungen und Fortbildungen aus einem Turngau müssen von anderen Turngauen desselben Landesverbandes anerkannt werden. [3] Teilnehmende aus anderen Gauen sind dem zuständigen Gaukampfrichterwart zu melden. [3] Damit ist die Kreisebene die Eintrittsstelle ins Kampfrichterwesen. [3] Viele beginnen dort als Jugendliche. [3]

Das Startrecht

Auch auf Kreisebene gelten die Regeln des Verbandes. Startberechtigt sind Vereinsmitglieder aus Vereinen, Abteilungen und Startgemeinschaften, die einem Mitgliedsverband oder dessen Untergliederung angehören. [1] Verlangt werden eine lebenslange Identifikationsnummer und eine gültige Jahresmarke mit dem passenden Startrecht. [1] Startgemeinschaften müssen beim Mitgliedsverband angemeldet sein. [1] Ein Vereinsregistereintrag ist dafür nicht nötig. [1] So können auch kleine Vereine gemeinsam antreten. [1] Das ist auf Kreisebene verbreitet. [1]

Die Turnfeste

Neben Meisterschaften stehen Feste. Nach eigener zeitlicher Festsetzung finden Gau- beziehungsweise Kreisturnfeste statt, und die Untergliederungen sind zur Durchführung von Kinder-, Jugend- und sonstigen Turnfesten aufgerufen. [1] Das fachliche Angebot dieser Feste soll mit dem des Bundesverbandes übereinstimmen. [1] Ein Kreisturnverband schreibt dafür einen turnerischen Teil mit gestuften Übungen aus. [2] Damit ist die Kreisebene flächendeckend organisiert. [1] Jeder Verein hat einen Ansprechpartner in der Nähe. [1] Die Wege bleiben kurz. [2]

Der Weg nach oben

Über der Kreisebene folgt der Landesverband. Dessen Landesmeisterschaften sind zugleich anerkannte Qualifikationswettkämpfe für nationale Meisterschaften. [1] Auf Kreisebene sind die Anforderungen niedriger, weil dort keine nationale Qualifikation vergeben wird. [1] Der sportliche Weg führt dennoch über diese Stufe. [1] Wer dort besteht, startet später auf Landesebene. [4] Im Mannschaftsbereich schließt sich der Ligabetrieb an. [4] So entsteht eine durchgängige Leiter. [1]

Der Ligaunterbau

Auch im Mannschaftsbereich gibt es eine Kreisstufe. In manchen Landesverbänden schließen an die unterste Landesliga die Bezirksligen an, aus denen jeweils der Erste aufsteigt. [4] Wer in der Bezirksliga eines Jahres gestartet ist, darf in derselben Saison nicht in der Landesliga antreten. [4] Die Bezirke erstellen dafür eigene Ligaordnungen in Anlehnung an die des Landes. [4] Damit ist der Unterbau geregelt. [4] Er funktioniert nach denselben Grundsätzen. [4] Nur die Anforderungen sind niedriger. [4]

Ihre Bedeutung

Die Kreismeisterschaft öffnet den Wettkampfsport. Weil sie ortsnah stattfindet, in Stufen ausgeschrieben wird und wenig Aufwand verlangt, erreicht sie Kinder, die sonst nie an einem Wettkampf teilnähmen. [2] Für Vereine ist sie zugleich der Einstieg in den geregelten Wettkampfbetrieb. [1] Für den Verband ist sie die Basis, auf der alles Weitere aufbaut. [1] Getragen wird sie überwiegend ehrenamtlich. [3] Ohne diese Arbeit fehlte der Unterbau. [4] Die Spitze wäre dann ohne Fundament. [4]

Auf einen Blick

Ebene
Turngau, Turnkreis oder Kreisturnverband
Zielgruppe
Einsteiger und Nachwuchs
Übungen
meist in mehreren Schwierigkeitsstufen ausgeschrieben

Verwandte Begriffe

Quellen

  1. Wettkampfordnung des Deutschen Turner-Bundes Deutscher Turner-Bund
  2. Kreiskinderturnfest 2024, Übungen turnerischer Teil Kreisturnverband Segeberg
  3. Richtlinie der Kampfrichter-Lizenzerteilung im Gerätturnen weiblich Schwäbischer Turnerbund
  4. Ligaordnung Fachbereich Gerätturnen Frauen Niedersächsischer Turner-Bund

Alle Texte sind eigenständig formuliert. Die Quellen dienen der Verifikation und dem Weiterlesen.

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