7-m-Linie
Auch: Siebenmeterlinie
Die einen Meter lange Linie sieben Meter vor dem Tor, hinter der der Werfer beim 7-m-Wurf steht; er darf sie erst übertreten, wenn der Ball seine Hand verlassen hat.
Die 7-m-Linie ist eine kurze Markierung direkt vor dem Tor. Sie ist einen Meter lang und verläuft parallel zur Torlinie in sieben Metern Abstand. [1] Gemessen wird von der hinteren Kante der Torlinie bis zur vorderen Kante der 7-m-Linie. [1] Hinter ihr steht der Werfer, wenn die Schiedsrichter auf 7-m-Wurf entschieden haben. [1] Damit liegt sie mitten in der Nahwurfzone zwischen Torraum- und Freiwurflinie. Im Hallenalltag heißt sie meist Siebenmeterlinie. Von ihr aus fallen in der Handball-Bundesliga rund drei von vier Würfen ins Tor. [3] Für den Werfer ist sie trotzdem einer der schwierigsten Orte des Spiels, denn alle Blicke ruhen auf ihm.
Bis zu einem Meter dahinter
Der Werfer darf bei der Ausführung bis zu einem Meter hinter der Linie stehen. [1] Nach dem Anpfiff darf er die 7-m-Linie weder berühren noch überschreiten, bevor der Ball seine Hand verlassen hat. [1] Wie bei fast allen Würfen muss ein Teil desselben Fußes ununterbrochen den Boden berühren, der andere Fuß darf sich bewegen. [1] Geworfen werden muss innerhalb von drei Sekunden nach dem Pfiff, und zwar als Torwurf. [1]
Abstand für alle anderen
Die Mitspieler des Werfers müssen außerhalb der Freiwurflinie stehen, bis der Ball die Hand verlassen hat, sonst gibt es Freiwurf gegen sie. [1] Die Gegenspieler müssen ebenfalls hinter der Freiwurflinie und mindestens drei Meter von der 7-m-Linie entfernt sein. [1] Verstoßen sie dagegen und geht der Ball nicht ins Tor, wird der Wurf wiederholt, eine persönliche Strafe folgt aber nicht. [1] Nach dem Wurf darf die werfende Mannschaft den Ball erst wieder spielen, wenn er einen Gegenspieler oder das Tor berührt hat. [1]
Gegenüber an der 4-m-Linie
Dem Werfer gegenüber steht der Torwart. Er darf bis zur Torwartgrenzlinie herauskommen, die vier Meter vor dem Tor liegt. [1] Überschreitet er sie, bevor der Ball die Hand des Werfers verlassen hat, wird der Wurf wiederholt, sofern kein Tor fällt. [1] Steht der Werfer bereit in Wurfposition, darf der Torwart nicht mehr gewechselt werden. [1] Zwischen beiden liegen also mindestens drei Meter.
Drei von vier
In der Handball-Bundesliga lag die Siebenmeterquote in der Saison 2025/26 im Schnitt bei 75,1 Prozent. [3] Selbst Spitzenteams haben damit Mühe. Meister SC Magdeburg verwandelte nur 69,5 Prozent seiner Strafwürfe, obwohl er die meisten Siebenmeter herausholte. [3] Aus dem Feld traf die Mannschaft in dieser Saison sogar besser als von der Siebenmeterlinie. [3] Der Wurf von der Linie ist also alles andere als ein sicheres Tor.
Kurz erklärt für die Schule
Das Schweizer Handball-ABC für die Schule erklärt den Siebenmeter in wenigen Sätzen. Wird ein Spieler am direkten Torwurf gehindert, etwa durch Halten, Stoßen oder Klammern von der Seite oder von hinten, gibt es einen 7-Meter. [2] Bei der Ausführung muss ein Fuß ständig auf dem Boden bleiben und darf die Markierung nicht berühren. [2] Mehr braucht es für den Anfang nicht.
Penalty für die E-Jugend
Für die Jüngsten ist der Wurf aus sieben Metern oft zu schwer. Der Handball-Verband Sachsen ersetzt ihn in der E-Jugend deshalb durch einen Penalty, weil Kindern häufig noch Wurfhärte und Präzision fehlen. [4] Der Spieler läuft dabei aus der Angriffshälfte auf das Tor zu und wirft zwischen Torraum- und Freiwurflinie. [4] Alle anderen stehen auf der Mittellinie, die Spielzeit ruht. [4] So soll die vereitelte Torchance wirklich wiederhergestellt werden. [4]
Kopftreffer und Siebenmeterwerfen
Trifft der Werfer den Torwart am Kopf, ohne dass dieser den Kopf zum Ball bewegt hat, wird er direkt hinausgestellt. [1] Die Linie entscheidet manchmal auch über ganze Spiele. Ist ein Spiel, das einen Sieger braucht, nach zwei Verlängerungen noch unentschieden, regelt der Wettbewerb, wie der Gewinner ermittelt wird. [1] Ist dafür ein 7-m-Werfen vorgesehen, gelten eigene, genau festgelegte Bestimmungen. [1] Dann wird die kurze Markierung zum Mittelpunkt der ganzen Halle.
Auf einen Blick
Verwandte Begriffe
Quellen
- DHB-Zusatzbestimmungen zu den internationalen Handballregeln (Stand 1. Juli 2025) Deutscher Handballbund
- Monatsthema 08/2012: Handball Bundesamt für Sport BASPO
- ÜberZahl, die Zahlenkolumne: Warum der SC Magdeburg Deutscher Meister wurde Handball-Bundesliga
- Einheitliche Wettkampfstruktur für den Kinder- und Jugendhandball Handball-Verband Sachsen
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