Spielfeld & Anlage

Greenkeeper

Auch: Platzwart · Platzmeister · Groundsman

Die Fachkraft, die für die Pflege und Bespielbarkeit des Rasens und der gesamten Sportanlage verantwortlich ist.

Der Greenkeeper, im Amateurbereich meist Platzwart genannt, sorgt dafür, dass das Spielfeld überhaupt bespielbar ist. [1] Er ist die Fachkraft im Hintergrund, ohne die kein Fußballspiel zustande käme.

Zwei Berufsbezeichnungen, ein Aufgabenfeld

Ursprünglich stammt der Begriff Greenkeeper aus dem Golf und bezeichnet dort die Person, die für die grüne Fläche verantwortlich ist. [1] Im Fußball hat er sich für spezialisierte Rasenprofis eingebürgert, während im Amateurverein weiterhin der Platzwart die klassische Bezeichnung ist. [4] Die Aufgaben ähneln sich, unterscheiden sich aber in Umfang und technischer Ausstattung.

Die praktischen Aufgaben

Die Arbeit beginnt lange vor dem Anpfiff. [1] Der Greenkeeper mäht den Rasen auf eine festgelegte Höhe, wässert und düngt ihn, bessert kahle Stellen aus und behandelt bei Bedarf Krankheiten oder Schädlinge. [4] Vor jedem Spiel zieht er die weißen Linien nach, damit die Markierungen sauber sichtbar sind. Hinzu kommen Pflege der Tornetze, Eckfahnen und Sicherheit der gesamten Anlage.

Entscheidung über die Bespielbarkeit

Bei Frost, Hitze oder Dauerregen muss er entscheiden, ob ein Platz bespielbar ist. [4] Diese Bewertung ist keine Nebensache, denn ein zu weicher oder gefrorener Boden erhöht das Verletzungsrisiko und kann das Ergebnis eines Spiels verfälschen. Der Greenkeeper stimmt sich hier mit dem Schiedsrichter und dem Verein ab, bevor eine Partie stattfindet oder abgesagt wird.

Große Stadien, große Technik

In großen Stadien steuert der Greenkeeper zudem hochwertige Technik. [3] Rasenheizung, Bewässerungsanlage, mobile Belichtung mit Wachstumslampen und Belüftungssysteme müssen zeitlich sauber aufeinander abgestimmt sein, damit der Rasen auch im Winter satt grün bleibt. Diese Anlagen sind teuer und aufwendig zu bedienen, deshalb braucht der Greenkeeper hier fundiertes Fachwissen.

Ausbildung und Qualifikation

Die Berufsbezeichnung Greenkeeper ist nicht per Gesetz geschützt, wird aber über eine mehrjährige Fortbildung erworben. [1] In Deutschland ist die Ausbildung an Häusern wie der DEULA verankert, die auch eine spezielle Fortbildung zum qualifizierten Platzwart für Freisportanlagen anbietet. [2] Voraussetzung ist meist ein Beruf im grünen Bereich, etwa Gärtner oder Landschaftsbauer, ergänzt durch mehrjährige Praxis. [1]

Fußball-Platzwart des DFB

Speziell für den Fußball gibt es die Fortbildung zum Fußball-Platzwart in Kooperation mit dem DFB. [2] In mehreren Wochenmodulen lernen die Teilnehmer kosteneffiziente und nachhaltige Pflegemaßnahmen für Sportanlagen und erhalten am Ende den Titel Qualifizierter Platzwart für Freisportanlagen. [2] Solche Kurse richten sich besonders an Amateurvereine, die selbst für die Pflege ihrer Plätze zuständig sind.

Ehrenamt als tragende Säule

Ein gut gepflegter Platz ist die stille Voraussetzung für gutes Spiel, denn ein unebener oder tiefer Boden verfälscht jeden Pass. [4] Im Amateurverein übernehmen diese Arbeit oft ehrenamtliche Helfer, deren Einsatz für den Spielbetrieb unverzichtbar ist. Ohne sie stünde selbst der kleinste Bolzplatz bald still. Für die höchsten Ligen sind hauptamtliche Greenkeeper-Teams längst Standard und werden bei besonders wichtigen Spielen zu einer Art heimlichen Stars der Kulisse.

Auf einen Blick

Aufgabe
Pflege und Bespielbarkeit des Platzes
Tätigkeiten
Mähen, Wässern, Linien ziehen
Amateurbereich
oft ehrenamtlicher Platzwart

Verwandte Begriffe

Quellen

  1. Was macht ein Greenkeeper? Aufgaben, Ausbildung, Gehalt Gartenbau.org
  2. Fußball-Platzwart Fortbildung (DFB) DEULA Freising
  3. Qualitätssicherung für Stadionrasen (Greenkeeping-Arbeitsbuch) DFL
  4. Greenkeeper: Aufgaben und Ausbildung Germanblogs

Alle Texte sind eigenständig formuliert. Die Quellen dienen der Verifikation und dem Weiterlesen.

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