Knie

Quadrizepssehne

Die kräftige Sehne oberhalb der Kniescheibe: hier bündeln sich alle vier Köpfe des Quadrizeps, um das Knie zu strecken. Sie ist die große Schwester der Patellasehne.

Tendo musculi quadricipitis femoris auch: Oberschenkelstrecksehne

Was macht die Sehne?

Der Quadrizeps besteht aus vier Muskelköpfen, die an der Vorderseite des Oberschenkels liegen. Kurz über dem Knie laufen sie zu einer gemeinsamen, sehr kräftigen Sehne zusammen, die an den oberen Rand der Kniescheibe zieht. Von dort läuft die Kraft über die Kniescheibe weiter in die Patellasehne und schließlich ans Schienbein.

Quadrizepssehne, Kniescheibe und Patellasehne bilden also eine einzige Kraftkette, den Streckapparat des Knies. Die Quadrizepssehne trägt dabei den ersten und größten Teil der Last. Besonders gefordert ist sie bei tief gebeugtem Knie, weil der Zugwinkel dort am ungünstigsten ist.

Beteiligte Muskeln: Quadrizeps

Im Alltag

Beschwerden sitzen direkt über der Kniescheibe, also eine Etage höher als beim bekannteren Patellaspitzensyndrom. Sie melden sich beim tiefen Hinhocken, beim Treppensteigen und beim Aufstehen aus einem niedrigen Sessel. Wer viel in der Hocke arbeitet, kennt das Ziehen an dieser Stelle.

Wenn die Quadrizepssehne überlastet

Die Quadrizepssehnen-Tendinopathie ist das seltenere Gegenstück zum Patellaspitzensyndrom. Der Schmerz sitzt am oberen Rand der Kniescheibe statt am unteren. Ausgelöst wird sie durch chronische Überlastung, vor allem bei Belastung mit tief gebeugtem Knie, viel Springen und häufigen Richtungswechseln. Im Gewebe entstehen dabei über die Zeit strukturelle Veränderungen. In den meisten Fällen lässt sich das mit Belastungssteuerung und gezieltem Training konservativ beherrschen.

Warnsignale, die zur fachlichen Abklärung gehören
  • Druckschmerz am oberen Rand der Kniescheibe, der beim tiefen Beugen zunimmt
  • Schmerz beim Aufstehen aus der Hocke oder beim Treppabgehen, der über Wochen bleibt
  • ein plötzlicher Kraftverlust beim Strecken des Knies, das gehört zeitnah ärztlich abgeklärt
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Diese Sportarten in Geesthacht fordern sie

So kräftigst du sie

Dehnung: Quadrizepsdehnung im Stand

  1. Aufrecht stehen, bei Bedarf mit einer Hand an der Wand abstützen.
  2. Ein Bein hinten anwinkeln und den Fußrücken mit der Hand greifen.
  3. Die Ferse sanft Richtung Gesäß ziehen, die Knie bleiben nah beieinander.
  4. 20 bis 30 Sekunden halten, das Becken leicht nach vorn schieben, dann die Seite wechseln.

Überlastung vorbeugen

  • Belastung mit tief gebeugtem Knie langsam aufbauen, dort arbeitet die Sehne am härtesten.
  • Den Quadrizeps regelmäßig kräftigen, ein starker Muskel schützt seine Sehne.
  • Nach intensiven Sprung- und Hockeinheiten genug Erholung einplanen.
  • Bei Knieschmerz früh die Belastung anpassen, statt sie über Wochen zu ignorieren.
Schon gewusst? Quadrizepssehne und Patellasehne sind eigentlich eine durchgehende Kraftkette, die von der Kniescheibe nur unterbrochen wird. Die Kniescheibe ist dabei das größte Sesambein des Körpers: ein Knochen, der in eine Sehne eingelagert ist und wie eine Umlenkrolle den Hebel vergrößert.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Patellasehne?

Die Lage. Die Quadrizepssehne liegt oberhalb der Kniescheibe, die Patellasehne unterhalb. Beide gehören zum selben Streckapparat. Sitzt der Schmerz über der Kniescheibe, deutet das auf die Quadrizepssehne, sitzt er darunter, eher auf das Patellaspitzensyndrom.

Warum tut es besonders beim tiefen Hocken weh?

Je tiefer das Knie gebeugt ist, desto ungünstiger wird der Zugwinkel und desto stärker presst die Sehne über die Kniescheibe. Deshalb ist die Belastung in der tiefen Hocke am höchsten und der Schmerz dort am deutlichsten.

Welcher Sport in Geesthacht ist bei gereizter Quadrizepssehne schonender?

Schwimmen und Radfahren mit ausreichend hohem Sattel belasten den Streckapparat wenig. Tiefe Hocken, Sprünge und harte Landungen sollten vorerst zurückstehen. Kräftigende Übungen wie der Wandsitz gehören dagegen ausdrücklich dazu.

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Quellen (3)

Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Physiotherapiepraxis.

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