Rückenstrecker
Die Muskelstränge links und rechts der Wirbelsäule: sie richten den Rumpf auf, halten ihn aufrecht und arbeiten dabei den ganzen Tag.
Was macht der Muskel?
Der Rückenstrecker ist kein einzelner Muskel, sondern ein System aus vielen Strängen, das sich vom Kreuzbein bis zum Hinterkopf zieht. Er streckt die Wirbelsäule, neigt sie zur Seite und richtet den Oberkörper aus der Beuge wieder auf. Vor allem aber hält er uns aufrecht: gegen die Schwerkraft, jede Sekunde im Stehen und Sitzen.
Im Sport arbeitet er bei jedem Sprung, jedem Sprint und jeder Hebebewegung als Stabilisator. Beim Rudern und beim Heben aus der Hocke ist er direkter Kraftlieferant, beim Laufen gleicht er mit jedem Schritt kleine Rumpfbewegungen aus.
Im Alltag
Kein Muskel arbeitet im Alltag länger: der Rückenstrecker hält die Haltung vom ersten Schritt am Morgen bis zum Hinlegen am Abend. Schwach oder überlastet meldet er sich als das, was umgangssprachlich Rückenschmerzen heißt, meist im Lendenbereich.
Diese Sportarten in Geesthacht fordern ihn
So trainierst du ihn
Dehnung: Päckchen-Haltung
- In den Fersensitz gehen und den Oberkörper nach vorn auf die Oberschenkel legen.
- Die Arme lang nach vorn ausstrecken, die Stirn Richtung Boden sinken lassen.
- Mit jeder Ausatmung den Rücken etwas runder und länger werden lassen.
- 30 Sekunden halten, gern mehrmals am Tag.
Überlastung vorbeugen
- Die beste Vorbeugung ist Abwechslung: langes Sitzen regelmäßig durch Aufstehen und Gehen unterbrechen.
- Heben aus den Beinen statt aus dem Rücken, die Kniebeuge ist genau dafür das Bewegungsmuster.
- Rumpftraining zweimal pro Woche hält die Stützmuskulatur der Wirbelsäule belastbar.
Häufige Fragen
Was hilft wirklich gegen Rückenschmerzen im Lendenbereich?
In den meisten Fällen Bewegung und Kräftigung statt Schonung. Ein trainierter Rückenstrecker mit starkem Gegenspieler Bauch stabilisiert die Wirbelsäule spürbar. Bei anhaltenden oder ausstrahlenden Schmerzen gehört die Abklärung in ärztliche Hände, in Geesthacht gibt es zudem Rehasport-Angebote mit Rückenschwerpunkt.
Ist Laufen gut oder schlecht für den Rücken?
Für die allermeisten gut: die rhythmische Belastung versorgt die Bandscheiben und trainiert die stabilisierende Muskulatur. Wichtig sind ein lockerer Laufstil und ein aufgerichteter Oberkörper. Die flachen Elbstrecken in Geesthacht sind ein idealer Einstieg.
Warum bekomme ich beim Rumpftraining Schmerzen im unteren Rücken?
Meist ein Technikthema: beim Unterarmstütz sackt die Hüfte durch oder beim Beinheben kippt das Becken ins Hohlkreuz. Dann übernimmt die Lendenwirbelsäule die Arbeit der Bauchmuskeln. Die Übungsseiten im Trainingsbereich zeigen die typischen Fehler im Detail.